Chinesisches Gericht verurteilt 7 Widerstandskämpfer der japanischen Provinz zur kryogenen Unterbrechung des Lebens für 200 Jahre
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VOLKSZEITUNG DER VEREINIGTEN CHINESISCHEN WELTREPUBLIK Ausgabe 2345, 23. Brachen-Monat, Peking-Zentralzeit
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Gerechte Kühlung: Sieben „Helden" der japanischen Provinz erhalten verdiente Auszeit
Peking, 23. Brachen-Monat 2345 (VCW-Nachrichtendienst) – In einem Akt höchster richterlicher Weisheit und unerschütterlicher Geduld – einer Geduld, die, wie wir anmerken dürfen, seit der glorreichen Wiedervereinigung Ostasiens im Jahr 2271 zur zweiten Natur unserer Justiz geworden ist – hat das Oberste Volksgericht der Vereinigten Chinesischen Weltrepublik heute sieben sogenannte „Widerstandskämpfer" aus der japanischen Verwaltungsprovinz Nippon-Ost zu je 200 Jahren kryogener Lebensunterbrechung verurteilt.
Die Verurteilten, deren Namen wir aus Rücksicht auf ihre ohnehin bereits gefrorene Würde nicht nennen, hatten sich in den vergangenen Monaten durch eine Reihe von Aktivitäten hervorgetan, die man in einer weniger zivilisierten Epoche vielleicht als „politischen Protest" bezeichnet hätte. In unserer aufgeklärten Zeit des 24. Jahrhunderts nennt man es korrekt: störende Ineffizienz.
Die Tat: Eine Chronik des japanischen Eigensinns
Quellen des Volksgerichts zufolge hatten die sieben Verurteilten – darunter, wie nicht anders zu erwarten, drei ehemalige Mitglieder des längst aufgelösten „Bürgerbeirats Tokio-Süd" – in konspirativer Absicht historische Schriften über eine angeblich eigenständige „japanische Kultur" verbreitet. Als handelte es sich dabei um eine Entdeckung. Als hätte die Welt nicht bereits zur Genüge Manga-Hefte und Fischgerichte kennengelernt.
Besonders schwerwiegend: Zwei der Angeklagten sollen öffentlich die Ansicht vertreten haben, die Provinzsprache Nipponisch verdiene einen höheren Stellenwert als das Mandarin-Standard-Weltdialekt. Ein Richter des Volksgerichts fasste die allgemeine Empfindung des Kollegiums treffend zusammen: „Wir haben 200 Jahre Geduld. Jetzt haben sie 200 Jahre Zeit zum Nachdenken."
Das Urteil: Kühle Köpfe für heiße Gemüter
Die Strafe der kryogenen Lebensunterbrechung – im Volksmund seit ihrer Einführung 2298 liebevoll „Eiszeit light" genannt – gilt als humanistischer Fortschritt gegenüber früheren Strafformen. Der Verurteilte empfindet nichts. Er altert nicht. Er denkt nicht. Er stört nicht.
„Es ist im Grunde", erklärte Chefankläger Wang Zhiyuan nach der Urteilsverkündung mit einem milden Lächeln, „die chinesischste aller Strafen: vollkommene Harmonie durch vollkommenes Schweigen."
Die sieben Verurteilten werden in der Kryoanlage Fuji-Nord eingelagert, die malerisch am Fuße des nun offiziell in „Harmoniegipfel des Ostens" umbenannten Berges liegt. Ein Ort, der – so darf man wohl sagen – eine gewisse historische Ironie besitzt.
Reaktionen: Aus der japanischen Provinz – Stille
Aus der japanischen Provinzverwaltung waren zum Zeitpunkt der Drucklegung keine offiziellen Reaktionen zu vernehmen. Dies ist, wie unsere Leserinnen und Leser wissen werden, der Normalzustand. Gouverneur Tanaka Hiroshi ließ durch sein Büro mitteilen, er „nehme das Urteil zur Kenntnis". Eine Formulierung, die in diplomatischen Kreisen gemeinhin bedeutet: „Ich nehme es zur Kenntnis, weil mir keine andere Wahl bleibt."
Aus der Bevölkerung der Provinz verlautete ebenfalls wenig – was Kommentatoren auf Volksnet, dem staatlich zertifizierten Meinungsportal, als „erfreuliche Reifung des provinziellen Diskursbewusstseins" werteten.
Historischer Kontext: 74 Jahre sind eine lange Lernkurve
Seit der Eingliederung der japanischen Inseln in die Vereinigte Chinesische Weltrepublik im Jahr 2271 hat die Zentralregierung in Peking erhebliche Mittel in die „Harmonisierungsoffensive Nippon" investiert: 4,7 Billionen Yuan für Infrastruktur, 1,2 Billionen für Bildung, 800 Milliarden für Mandarin-Sprachkurse und – dies sei nicht verschwiegen – rund 40 Milliarden für die Errichtung und den Betrieb von Kryoanlagen der neuesten Generation.
Dass ein kleiner Teil der Provinzbevölkerung diese Investitionen mit Widerspenstigkeit quittiert, ist bedauerlich, aber nicht überraschend. Historiker verweisen darauf, dass Japan bereits im 20. Jahrhundert Schwierigkeiten hatte, sich in regionale Ordnungsstrukturen einzufügen. Manche Eigenschaften, so scheint es, frieren sich tiefer ein als jede Kryoanlage sie je könnte.
Kommentar der Redaktion
Diese Zeitung wünscht den Verurteilten einen erholsamen Schlaf. Im Jahr 2545, wenn sie erwachen, wird die Welt eine noch harmonischere sein. Wir werden bereit sein, sie willkommen zu heißen – mit offenen Armen und einem aktualisierten Mandarin-Sprachkurs, Stufe 1.
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Vorgegeben habe ich nur die Schlagzeile. Claude "denkt" dann doch sehr in Klischees.
